Jens Ahnemüller (AfD): Problem Kerosinablass – hier kann die Forschung helfen!

Der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Jens Ahnemüller, zeigt sich besorgt nach einem Gespräch mit einer Expertengruppe zum Umgang mit Kerosinablass. Er und auch die anderen Fraktionen fordern die Landesregierung auf, ein von Experten geleitetes Projekt zu initiieren, um die Gefahr realistisch einzuschätzen. „Wir wissen leider nicht, wie gesundheitsschädlich Kerosin in der Luft ist. Wir brauchen, um überhaupt das Ausmaß des Problems einschätzen zu können, möglichst zeitnahe Messungen am Boden nach einem Vorfall von Kerosinablass“, so Ahnemüller.

Hintergrund: Um im Falle eines technischen oder medizinischen Notfalls rasch nach dem Start wieder landen zu können, müssen Piloten von großen Passagier- oder Frachtmaschinen Kerosin in der Luft ablassen, um das Gewicht der Maschine gesetzeskonform auf das Landegewicht zu verringern. Ungeklärt bleibt, wie etwa Wind oder Fall die Flüssigkeit beeinflussen und ob und in welchem Maße dies gesundheitsschädlich ist. Zu diesem Zweck hat sich die AfD-Fraktion mit Wissenschaftlern von der Gesundheitsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz beraten, mit dem Ergebnis, dass derzeit einige Forschungsfragen zu Gesundheit und Ökologie leider noch offen bleiben.

Ahnemüller weiter: „Wir brauchen zunächst einmal eine sachliche Grundlage, um dieses ökologische und vor allem gesundheitliche Problem richtig einschätzen zu können. Dazu brauchen wir den regen Austausch mit der Wissenschaft, um zu diesem Problem – aber auch ganz allgemein – die Wirkung von Kerosin auf die Gesundheit zu verstehen. Dazu könnte uns ein Forschungsexperiment über einem, selbstverständlich unbewohnten, Testareal dienen.

Eine weitere Forschungsfrage sei laut Ahnemüller, ob sich Schadstoffe im Kerosin nicht minimieren ließen: „Die Politik muss den Rat der Wissenschaft ernst nehmen, ob die Kerosin-Bestandteile Toluol, und insbesondere das krebserregende Benzol und weitere Zusätze in naher Zukunft vermieden werden könnten. Auf all diese Fragen eine Antwort zu suchen, das sind wir den betroffenen Anwohnern, die eventuell Leidtragende des externen Effektes Kerosin-Luftverschmutzung sind, schuldig!“

Grundlegend einig sind sich alle Fraktionen das die momentane Situation so nicht bleiben kann und Ahnemüller begrüßt das in dieser Sache die Fraktionen „in eine Richtung fliegen“!

 

Jens Ahnemüller ist verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz 

 

Dezember 14, 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.