Jens Ahnemüller (AfD) zur Mittelrheinbrücke: Lückenschluss statt Pokerspiel

Die AfD-Fraktion schließt sich der Forderung der Handwerkskammer Koblenz an, schnell zu einer Lösung zur zukünftigen Mittelrheinbrücke zu kommen, damit endlich die Planungen begonnen werden können. Den Schlüssel zur Lösung sieht sie dabei im Wirtschaftsministerium. Der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz,  Jens Ahnemüller, kann die Einschätzung des Ministeriums, die zukünftige Mittelrheinbrücke sei eine Kreisstraße, nicht nachvollziehen. Die Einschätzung beruht allein auf einer Prognose zum Durchgangsverkehr über die Brücke aus dem Jahr 2009. Bei der Einstufung zur Kreisstraße sei aber vor allem die offenkundige Funktion der Brücke im Fernstraßennetz zwischen B42/B274 rechtsrheinisch und B9/A61 linksrheinisch zu beachten. Dass es keine weitere Brücke zwischen der Schiersteiner Brücke in Mainz und der Rheinbrücke Koblenz-Süd gibt, stelle nämlich ebenfalls eine Lücke im Fernstraßennetz aus Bundes- und Landesstraßen dar.

Ahnemüller bemängelt, dass eine bessere Anbindung der beiden betreffenden Landkreise an die A61 bisher noch nicht angedacht sei. „Hätte das Verkehrsministerium sich rechtzeitig darum bemüht, die Lücke zwischen den rechtsrheinischen Bundesstraßen und der linksrheinischen Bundesstraße mit Anbindung zur A61 in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen, wären wir heute schon ein ganzes Stück weiter“, gibt Ahnemüller zu bedenken.

Der AfD-Abgeordnete sieht die Verschleppung des Projekts als Folge des Koalitionszwangs der Liberalen mit den Grünen: „Jeder Autofahrer freut sich über grüne Ampeln. Aber in der rheinland-pfälzischen Verkehrspolitik könnte ruhig mehr gelb leuchten: mehr liberale Tatkraft als grün-ideologische Blockade, Herr Wissing!“

Jens Ahnemüller ist verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

Februar 13, 2017

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