Das Mittelrheintal – die gefährlichste Bahnstrecke Deutschlands


Der Brand von drei Güterwaggons in Unkel hat deutlich gezeigt, dass baldige Sicherheitsmaßnahmen im Güterfrachtbahnverkehr dringend erforderlich sind. Es sind ja keine Einzelfälle, wie der Bahnbrand 2018 in Troisdorf (bei Bonn), aber auch der ICE-Brand in Dierdorf und weitere Zwischenfälle bei der Bahn zeigen. Nach Expertenmeinungen ist die Bahnstrecke zwischen Mainz und Köln einer der gefährlichsten Güterbahnverkehrsadern in Deutschland. Täglich fahren über 400 Frachtgüterzüge rechts- und linksrheinisch durch das Rheintal. Seit etlichen Jahren weisen diverse Bürgerinitiativen nicht nur auf den gesundheitsschädigenden Bahnlärm hin, sondern auch auf die ständige Gefahr von Bahn-Gütergefahrengut. Das Thema ist nicht neu, nur die Bundespolitik hat die Problematik bisher nicht ernst genommen oder gar notwendige Maßnahmen für eine erhöhte Sicherheit in die Wege geleitet.  Nun werden von verschiedenen Seiten die Forderungen zur Sicherheit im Bahnfrachtverkehr immer lauter: Sicherheit und Lärmschutz könnte man u.a. schnell durch Nachtfahrverbote und reduzierte Geschwindigkeiten erreichen. Ebenso gibt es Möglichkeiten, Güterwaggons, die teils über 20 Jahre alt sind, über Räder und Flüsterbremsen, oder sogar durch zusätzliche Gummipolster, technisch umzurüsten. Man darf zudem nicht vergessen, dass der Bahn-Güterverkehr durch gut 70 Orte des Rheintals läuft, und auch leere Waggons einen unüberhörbaren Lärm erzeugen.

Es bleibt unbegreiflich, dass die DB nicht wirkungsvolle Maßnahmen ergreift, um endlich an die Sicherheit der an der Bahn wohnenden Bürgern zu denken. Gewiss ist zudem, dass sich im Laufe der kommenden Jahre der Güterfrachtverkehr von derzeit 400 bis auf 600 Züge täglich erhöhen könnte.

Trotz etlicher bekannten Pannen im Frachtgüterverkehr, und dazu zählt aktuell nicht nur der Waggonbrand in Unkel, kann man bisher nur von Glück sprechen, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Es ist nicht auszudenken, wenn explosive Chemikalien, u.a. Chlorgas, in Brand geraten würden und großräumige Evakuierungen die Folge wären, unabhängig von zu erwartenden Verletzten oder gar Toten, wie der Landtagsabgeordnete Jens Ahnemüller nachdenklich anmerkt. Er wird mit seiner der Kritik an der Deutschen Bahn für eine umsetzbare Bahn-Alternativtrasse und wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahmen für den Gefahrengüterverkehr   festhalten.

Hierbei soll es nicht nur um erforderliche notwendige Maßnahmen finanzierbarer Lärmschutzmaßnahmen im Bahn-Güterfrachtverkehr gehen, sondern um umsetzbare Sicherheitskonzepte von Bahngütergefahrentransporten für die an der Bahntrasse wohnenden Bürgern im rechts- und linksrheinischen Mittelrheintal. Der Lärmschutzthematik nähert sich nun, pünktlich zur anstehenden Kommunalwahl, auch die CDU wieder an, mit Forderungen nach Gesetzesänderungen zum Schutz des Bürgers.

Unsere Ministerpräsidentin Dreyer trifft sich am 11.03. mit Bundesverkehrsminister Scheuer um über die lange bekannten Problematiken im Mittelrheintal zu beraten. Mögen sie weise Entscheidungen fällen.

Ahnemüller wird eine Berichterstattung im Verkehrsausschuss beantragen und sich für die Bürger einsetzen in einer ideologiefreien Verkehrs-Politik welche er auch von den anderen Parlamentariern schon immer fordert.

Pressemitteilung von Jens Ahnemüller, MdL/RLP

März 6, 2019

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