Jens Ahnemüller (AfD): „Langzeitbaustellen“ beseitigen – Lösungen suchen

Der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Jens Ahnemüller, fordert Schichtdienst bei Autobahnbaustellen. „Die einfachste Methode, schneller zu bauen, ist logischerweise, intensiver zu arbeiten“, erklärt Ahnemüller. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den Beschluss des Nachbarlandes Nordrhein-Westfalen zur Schichtarbeit. Nach einem Bericht des Trierischen Volksfreundes rechnet Deutschlands bevölkerungsstärkstes Bundesland mit einer Verkürzung der Baumaßnahmen um bis zu 23 Wochen dank Schichtbetrieb. Auch das Bundesverkehrsministerium sieht darin den Vorteil, die „volkswirtschaftlichen Auswirkungen“ von Staus erheblich reduzieren zu können. Ferner findet das Prinzip Anwendung im erfolgreichen Nachbarstaat Luxemburg.

Als vorbildliches Beispiel benennt Ahnemüller Estland. Da werden über Nacht 2-spurige Strassenabschnitte über ca. 5km Länge abgefräst und mit neuem Straßenbelag versehen. Natürlich sind in diesem Zeitabschnitt keine oder nur geringfügige Arbeiten am Unterbau möglich, dieses Beispiel soll auch nur darauf hinweisen das es möglich ist in sehr kurzer Zeit und vorwiegend in den Nachtstunden effektiv zu Arbeiten.

„Es ist völlig unverständlich, warum das Land Rheinland-Pfalz weitgehend auf Schichtbetrieb verzichtet“, kritisiert Ahnemüller. Die Begründungen der Landesregierung sind für ihn nicht nachvollziehbar: „Welchen Grund haben wir für die von der Landesregierung bemühte Annahme, die Baufirmen unseres Bundeslandes hätten nicht die Kapazitäten für den Schichtbetrieb? Und ganz offen gesprochen: Was sollen wir von der Begründung des Verkehrsministeriums halten, Firmen gäben keine Angebote aufgrund der Beschimpfung ihrer Mitarbeiter durch vorbeifahrende Passanten ab? Ist das wirklich als ernsthafte Begründung gemeint? Wenn ja: Wie viele Beschimpfungen pro Tag erachtet eine verantwortliche Firma als verkraftbar? Wird in den bisherigen Arbeitsstunden weniger beschimpft als in Schichtarbeit, und wenn ja: Warum?“, wundert sich Ahnemüller.

Der AfD-Verkehrssprecher kündigt an, mit den Straßenbaufirmen in intensiven Kontakt treten zu wollen, um etwaige Hindernisse zur Schichtarbeit auszuräumen. „Irgendwo muss das Problem ja liegen und da hilft nur das offene und ehrliche Gespräch mit einsatzwilligen Baufirmen. Dies gilt umso mehr, als uns die Begründungen der Landesregierungen irgendwie nicht richtig überzeugen will. Also lohnt es sich, die Straßenbauer um ihre Sicht der Dinge zu bitten.“ Auch die Möglichkeit zur Gründung von Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) wird bei diesen Gesprächen Thema sein. Dass diese eilführend und zeiteinsparend sind, zeigte zum Beispiel der Bau der thüringischen „Waldautobahn“ (A 71).

Ahnemüller hält es durchaus für möglich, dass politische Interessen hinter dem Verzicht auf Schichtarbeit stehen: „Sehen wir es mal ganz nüchtern: Unsere grünen Kameraden können mithilfe der Baustellen ihrem Sadismus frönen, den Autofahrer zu gängeln. Interessant, dass unser nördliches Nachbarland die Schichtarbeit ermöglicht hat, kaum dass die Grünen aus der Landesregierung flogen! Wir als AfD sagen deutlich: Keine Gängelung des Individualverkehrs! Schnellstmöglich „Freie Fahrt“ für freie Bürger!“

Jens Ahnemüller ist verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz

Juni 8, 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.